Vorbericht Open Air 2017

Hier gehts zur Mitteilung: http://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/156600/

Wenn aus Musik und Stall Magie wird

Wetterglück hatte das OK des Openair Tiefental in den letzten Jahren nicht. Aber sich von Petrus entmutigen zu lassen, käme den Organisatoren nicht in den Sinn – auch für die 23. Ausgabe werden sie zwischen Brienz und Axalp einen kleinen Festivalhimmel einrichten.

Das wohl kleinste Festival der Schweiz besticht mit gemütlicher Stimmung und gut gewähltem Musikprogramm.Das wohl kleinste Festival der Schweiz besticht mit gemütlicher Stimmung und gut gewähltem Musikprogramm. Das Festival, das unter seiner Obhut steht, ist nur gerade zwei Jahre älter als er. Ralph Fischer ist mit dem Openair Tiefental gross geworden – sein Vater hatte es 1994 ins Leben gerufen und danach während zwanzig Jahren auf seinem Bauernhof organisiert. Seit 2015 leitet er die Geschicke nun selber und organisiert in diesem Jahr bereits sein drittes Openair Tiefental.

Ralph Fischer leitet das Openair Tiefental seit 2015 als OK-Chef. Für seinen Vater und Vorgänger Peter Fischer ist es eine Selbstverständlichkeit, tatkräftig mitzuhelfen.Ralph Fischer (rechts) leitet das Openair Tiefental seit 2015 als OK-Chef. Für seinen Vater und Vorgänger Peter Fischer ist es eine Selbstverständlichkeit, tatkräftig mitzuhelfen.

Kinder willkommen

Verglichen werden kann das jährlich stattfindende Open Air kaum mit anderen Festivals. Um ein vielfaches kleiner, wesentlich bescheidener und um einiges origineller ist dieser Event. Eingebettet in der verträumten Landschaft des Tiefentals finden jeweils rund 250 Besucherinnen und Besucher ihren Weg hierher. Auch ist das Open Air kein echtes Open Air – die Konzerte finden im gemütlichen Stall des Bauernhofes statt, ausserdem sind Kinder hier ausdrücklich willkommen.

Raggae & «Balkan Beats»

Den bescheidenen Dimensionen des Openair Tiefental steht jeweils ein beachtliches Musikprogramm gegenüber. Die diesjährige Ausgabe wird von der Band «Liquidrooots» eröffnet. Die energiegeladene Truppe wird von der ersten Minute an Vollgas geben und das Publikum mit einem Mix aus Reggae und Pop auf das Festival einstimmen. Kurz nach 20.00 Uhr werden die Herren von «Sebass» die Stallbühne übernehmen. «Balkan Beats & Melodies» nennen Sebass ihre Musik. Wer dahinter schmerbäuchige, ältere Herren mit verbeulten Trompeten vermutet, ist umso erstaunter, sobald er die sechs jungen Burschen zu Gesicht bekommt, die diese Musik zum Besten geben. Das Erfolgsrezept ist seit der Gründung im Jahr 2006, als alle Bandmitglieder noch nicht einmal 16 Jahre alt waren, immer noch dasselbe: Schweisstreibende Beats, virtuose und bezaubernde Melodien, die einem die Beine zappeln und das Herz springen lassen.

Nach dem traditionellen Feuerwerk geht es auf der Bühne weiter mit Tison Candelo. Die Herren waren bereits im letzten Jahr zu Besuch am Openair Tiefental. Die Schweizer Band mit karibischer und lateinamerikanischer Prägung mischt Hip-Hop, lateinamerikanischen Sound und Reggae zu einem neu- und einzigartigen tropischen Stil. Nachdem Sebass um kurz vor Mitternacht nochmals die Bühne rocken werden, kümmern sich die «Pfistermen’s Friends» um das musikalische Finale des Samstagabends. Die Streetband ist ebenfalls nicht zum ersten Mal zu Gast am Tiefental und besteht aus jungen Musikanten, welche alle nach Pfistermen's Tuba tanzen. Das Repertoire erstreckt sich von bekannten Streetband-Klassikern über Soul-/Funknummern bis hin zu Eigenkompositionen. Das Ganze wird mal laut, mal leise und manchmal sogar sehr laut von sich gegeben, dabei steht der Spass für Musiker und Zuhörer immer an erster Stelle. Zwischen den Acts und nach Abschluss des offiziellen Programms wird der junge, talentierte Luzerner DJ Fendalent bis spät in die Nacht für die passenden Klänge sorgen.

Ungewöhnliches Setting für einen aussergewöhnlichen Event – das Tiefental zwischen Brienz und Axalp.Ungewöhnliches Setting für einen aussergewöhnlichen Event – das Tiefental zwischen Brienz und Axalp. Den perfekten Sound zum Aufwachen liefert am Sonntagmorgen Nick Mellow. Mit flockig leichten und eingängigen Gitarrenklängen und seinen wunderschönen, handgemachten Popsongs wird er die Festivalbesucher durch den Vormittag begleiten.